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Reisebericht Familienurlaub Georgien Sommer 2005

"War es schön ?"

Stephan Kahlich Georgien

 

Ein zufälliges Gespräch mit einer georgischen Germanistikstudentin auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt sollte unvergessene Folgen haben : Mit ihrer ganzen Ausstrahlung schwärmte sie - Khatia - von ihrem georgischem Heimatland.

Wir nahmen Kontakt zu www.kaukasus-reisen.de auf , zu Heiner Buhr und fragten uns an Georgien heran. Gleichzeitig überzeugten wir unsere Freunde - am 16.07.2005 ging der Flug nach Tbilissi - vier Erwachsene und zwei Kinder .

Inzwischen sind wir wieder zu Hause und möchten auch Dir, Heiner , unsere Antwort auf die uns oft gestellte Frage : "War es schön ?" zukommen lassen.

"War es schön ?" Diese Frage läßt sich nach einer Reise nach Georgien nicht kurz oder undifferenziert beantworten . Wir sahen ein Land mit einer wunderschönen , reichen Natur : vom Kaukasus - sein 5033 m hoher "Kasbeg" wird uns sicher nocheinmal nach Georgien locken - bis zum "Schwarzen Meer" , an dessen Stränden noch die Natur , das Toben der Wellen überwiegen , nicht ein Meer von von Liegen und Sonnenschirmen ( die man in Georgien nach Bedarf leihen kann) .Den berühmten , auf heißem Sand zubereiteten Kaffee genossen wir im Hafen von Batumi und den georgischen Wein beim Sonnenuntergang am ruhig gewordenem , abendlichem Meer

Zwischen Meer und Kaukasus erlebten wir das Flair der Halbwüste ,ließen uns die Geschichte des Klosters David Garedschi von einem dort lebendem Mönch erzählen , wanderten zu den reich mit Fresken verzierten Klosterhöhlen , die auch Spuren jüngster Kriegshandlungen zeigen. Wir sahen die Kirche"Alawerdi" in Ostgeorgien, die Akademie von Gelati . Zwischen Meer und Kaukasus wanderten wir durch den Nationalpark "Borjomi" - dessen Natur ein Schauspiel ist : unberührter Wald , Pflanzen in ihrer Üppigkeit , Blumen - Lilien - als wolle die Natur zeigen , was sie kann . Im Nationalpark übernachteten wir in einer Berghütte, Lager und Kamin inclusive. Die Lebensmittel wurden uns zur Berghütte gefahren ,so dass es am Abend die leckere , süße Melone gab und im Kamin gegrillter Schaschlik. Zwischen Meer und Kaukasus faszinierende Natur - auf kleinem Territorium.

Wir erlebten Menschen , deren Gastfreundschaft kaum zu übertreffen ist. Romantisch , interessant waren die Abende bei Simoni und seiner Frau Naso in Lagodechi . Simoni erzählte von seiner Arbeit als Schuldirektor , überzeugte uns vom Wohlgeschmack des "Tschatscha" , einem köstlicher Obstlikör . Eine Wanderung zum Wasserfall wurde durch ein Lagerfeuer am Fluß , natürlich mit gegrilltem Schaschlik und "Tschatscha" gekrönt. Die Zubereitung des Fleisches oblag Simoni.Ist es bei solchen Erlebnissen noch wichtig , dass das Leben schon recht einfach stattfindet ?

 Wir erlebten Menschen in Juta - in Chewsuretien - ein Bergdorf am zauberhaftem Chaukhi - Massiv . Das Bergdorf erreichten wir nach einer einstündigen,ungeplanten Wanderung - die notwendig wurde , weil selbst die robusten "Lada-Niva" , den vom Fluß eingenommenen Weg nicht "schafften". Im Gepäck hatten wir wieder das Essen und Trinken für einen schönen Abend , nur die Melonen ließen wir im Auto (ca. 5 kg das Stück). Juta - ein Bergdorf ,das den Eindruck einer Zeitreise verleiht . Kein Strom , Wasser von der Quelle , das armselige Häuschen direkt über dem Rinderstall - aber eine kluge , hübsche Lehrerin mit ihren drei Kindern , als Gastgeberin. Es fehlte nicht an Essen, Trinken und interessanten Gesprächen bei Kerzenschein. Jago , der Mann und Vater , war mit anderen Touristen in den Bergen unterwegs.

"War es schön?"

Ja. Aber wir sahen auch dem Abriß geweihte Industrielandschaft , Häuser, in denen - man wollte es nicht glauben - Menschen wohnen . Schön gekleidete Menschen. Wir sahen ein Land , dass viele Jahre brauchen wird , um so schön zu werden , wie seine Natur und der entsprechend schöne Rahmen für seine gastfreundlichen Menschen.

"War es schön?"

Ja, wir wurden während unserer Reise von sehr lieben Reisebegleitern : Heiner , Zura , Khatia ,Bogoti - nicht nur begleitet,sondern umsorgt. Unvergessen bleiben die Abenede mit Dir , Heiner und Deiner Familie ; in denen wir auch die Trinkkultur Georgiens kennenlernten : "Gaumartschos" - "Zum Wohl " auf die Kinder,Familie , Gesundheit.... .

Heiner , Du hast im Vorfeld diese Reise nach unseren Vorstellungen zusammengestellt , sie war gelungen ! Sie ist jedem zu empfehlen , der wirklich andere Menschen und ihre Lebenskultur kennenlernen möchte , der aufgeschlossen und flexibel ist , der georgische Menschen sprechen möchte , ihre Natur bewundern will und einfach mal nicht darüber nachdenkt , ob es Strom , fließend Wasser und die für uns üblichen sanitären Bedingungen gibt .

"War es schön"?

Es wird noch schöner - ein bestimmt zweites Mal ; denn wir wissen , welche Bedingungen uns erwarten und werden noch mehr das Schöne geniessen können.

Lieber Heiner , vielen Dank an Dich und Dein Team ; viele liebe Grüße an Deine Familie und unsere Gastgeber - "Gaumartschos" - hoffentlich mit Euch auch bei uns zu Hause - Ihr seid herzlich willkommen !!

Karin , Stephan & Johannes

 

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