Wein, Menschen und Kaukasus – Erinnerungen an unsere Weinreise durch Georgien
Es sind oft nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die nach einer Reise am längsten in Erinnerung bleiben.
Es sind die Gespräche an einem langen Tisch. Der Duft eines Weines, den man vorher noch nie probiert hat. Frisches Brot direkt aus dem traditionellen Tone-Ofen. Eine Winzerin, die von ihrer Arbeit erzählt. Ein Glas bernsteinfarbener Qvevri-Wein im warmen Licht eines alten Weinkellers.
Unsere zurückliegende Weinreise durch Georgien war genau eine solche Reise: intensiv, genussvoll und voller Begegnungen.
Und 2027 gehen wir wieder auf Entdeckungsreise.
Georgien – ein Weinland, das man erleben muss
Georgien gilt als eines der ältesten Weinländer der Welt. Seit rund 8.000 Jahren wird hier Wein erzeugt – traditionell auch in großen Tonamphoren, den Qvevri, die in die Erde eingelassen werden.
Doch georgischen Wein wirklich zu verstehen, bedeutet mehr, als nur darüber zu lesen.
Man muss ihn probieren.
Man muss die Menschen kennenlernen, die ihn herstellen.
Und man muss erleben, wie selbstverständlich Wein, Essen und Gastfreundschaft in Georgien zusammengehören.
Genau darum geht es auf unserer achttägigen Georgien-Weinreise mit unserer deutschsprachigen Sommelière Ketevan Chelidze.
Eine Weinprobe ist in Georgien immer auch eine Begegnung
Während der vergangenen Reise haben wir sehr unterschiedliche Weine kennengelernt: klassische georgische Rebsorten ebenso wie experimentelle Naturweine und traditionelle Qvevri-Weine.
Dabei begegnen uns Namen, die vielen europäischen Weinfreunden zunächst noch fremd sind:
Saperavi, Rkatsiteli, Chinuri, Goruli Mtsvane und viele andere autochthone Rebsorten.
Gerade das macht Georgien so spannend.
Hier entdeckt man nicht einfach Variationen längst bekannter internationaler Rebsorten. Man betritt eine eigene Weinwelt.
Unsere Sommelière Ketevan begleitet die Verkostungen mit viel Fachwissen und vermittelt verständlich, was Rebsorten, Böden, Qvevri-Ausbau und traditionelle Herstellungsmethoden voneinander unterscheidet.
Und spätestens nach einigen Verkostungen beginnt man, Farbe, Duft und Struktur eines georgischen Weines mit ganz anderen Augen zu betrachten.
Vom modernen Weinlokal bis zum kleinen Familienweingut
Unsere Reise beginnt in Tbilissi.
Nach dem Kennenlernen der georgischen Hauptstadt führt uns eine erste Verkostung bei 8000 Vintages in die erstaunliche Vielfalt des georgischen Weins ein.
Danach verlassen wir die Hauptstadt und fahren nach Kachetien, Georgiens bedeutendste Weinregion. Auf dem Programm stehen unter anderem unabhängige Winzer, traditionsreiche Weingüter und eine Verkostung bei Pheasant’s Tears in Sighnaghi.
Doch mindestens ebenso wichtig wie die bekannten Namen sind die persönlichen Begegnungen.
Eine große georgische Supra bei einer Gastfamilie, hausgemachte Speisen, Wein aus eigener Produktion und lange Gespräche gehören zu den Erlebnissen, die eine solche Reise besonders machen.
Wo der Wein im Qvevri entsteht
Einer der außergewöhnlichsten Programmpunkte führt zu einer traditionellen Qvevri-Manufaktur.
Hier entstehen jene großen Tonamphoren, in denen georgischer Wein seit Jahrtausenden vergoren und ausgebaut wird.
Man sieht plötzlich, dass der Qvevri kein folkloristisches Accessoire ist, sondern Teil einer bis heute lebendigen Weinkultur.
Und danach schmeckt ein traditionell erzeugter Amberwein noch einmal anders.
Weinreise heißt bei uns nicht: acht Tage im Weinkeller
So wichtig der Wein ist – Georgien wäre ohne seine Landschaft nur halb erzählt.
Deshalb führt die Reise aus den Weinbergen Kachetiens weiter hinauf in den Großen Kaukasus.
Wir erreichen Stepantsminda und die berühmte Dreifaltigkeitskirche hoch über dem Tal, mit dem mehr als 5.000 Meter hohen Kasbek im Hintergrund. Eine Wanderung zum Gveleti-Wasserfall und die Fahrt durch die dramatische Berglandschaft bilden einen starken Kontrast zu den Tagen in den Weinregionen.
Auch Kulturgeschichte gehört dazu: Mzcheta, die alte Hauptstadt Georgiens, und die antike Höhlenstadt Uplisziche liegen ebenfalls auf unserer Route.
So entsteht keine reine Weinverkostungsreise, sondern ein konzentriertes Bild Georgiens.
Und natürlich: die georgische Küche
Wer die Fotos unserer letzten Reise betrachtet, erkennt schnell einen zweiten roten Faden: Essen.
Georgischer Wein ist kaum von der georgischen Tischkultur zu trennen.
Frisches Brot aus dem Tone, Käse, Kräuter, Gemüse, Vorspeisen und regionale Gerichte begleiten viele unserer Verkostungen.
Dabei ist die Küche nicht einfach „Verpflegung zwischen zwei Programmpunkten“.
Sie gehört zum Erlebnis.
Ein gemeinsamer Tisch schafft jene ungezwungene Atmosphäre, in der aus Reisenden schnell eine kleine Gemeinschaft wird.
Kleine Gruppe, viele persönliche Momente
Genau das ist einer der Gründe, warum wir diese Reise bewusst in einer kleinen Gruppe durchführen.
Man kann Fragen stellen, mit Winzern sprechen, gemeinsam probieren und auch einmal länger an einem Ort bleiben.
Die Rückmeldung einer Teilnehmerin unserer vergangenen Reise beschreibt dieses Gefühl sehr schön: Die acht Tage hätten sich wegen der Vielzahl und Intensität der Erlebnisse wie ein wesentlich längerer Urlaub angefühlt. Besonders hervorgehoben wurden Landschaften, Küche, Wein, die georgische Gastfreundschaft und die Begleitung durch Ketevan.
Das entspricht ziemlich genau dem, was wir mit dieser Reise erreichen möchten.
Die neuen Termine unserer Georgien-Weinreise 2027
Für 2027 stehen bereits zwei Termine fest:
19.06. – 26.06.2027 weitere Informationen
und
04.09. – 11.09.2027. weitere Informationen
Die Reise dauert 8 Tage / 7 Nächte und führt von Tbilissi durch Kachetien in den Großen Kaukasus und anschließend in die Weinregion Kartli. Bei einer Gruppe ab sechs Teilnehmern beträgt der aktuelle Reisepreis 1.690 Euro pro Person im Doppelzimmer.
Enthalten sind unter anderem deutschsprachige Reiseleitung, Transporte im Kleinbus, Übernachtungen, zahlreiche Mahlzeiten und sechs Weinverkostungen sowie weitere Wein- und Kulinarikerlebnisse.
Vielleicht sitzen Sie 2027 mit uns am Tisch
Man kann Georgien besuchen.
Oder man kann sich auf Georgien einlassen.
Ein Glas Wein mit einem Winzer trinken. Den Duft eines Qvevri-Weines entdecken. In einer Familienküche essen. Durch Tbilissi spazieren. Zwischen Weinbergen stehen und wenige Tage später vor den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus.
Unsere Weinreise versucht genau diese Momente miteinander zu verbinden.
Vielleicht stoßen wir 2027 gemeinsam in Georgien an.
