26 Jahre Liebe im Kaukasus: Die Geschichte von Heiner und Teona

Hans Heiner Buhr und Teona Buhr mit ihren vier Kindern in Georgien vor Ölgemälden des Künstlers.

Alles begann 1998 in der wilden Abgeschiedenheit von Tuschetien. Damals entdeckten wir – Heiner und Teona – nicht nur unsere Liebe zueinander, sondern auch unsere gemeinsame Berufung im Kaukasus. Wegbegleiter der ersten Stunde waren Freunde wie Jago in Dshuta sowie die Tuschen-Brüder Bordsa und Bidsinia Tsadsikidze, die damals ihre Herden in den Sommerweiden von Roschka hüteten.

Heiner und Teona 1998 in Tuschetien
Pionierjahre: Heiner und Teona, 1998 beim „Hotel California“ in Jvarboseli, Tuschetien.

Eine Hochzeit zwischen Tradition und Abenteuer

Im Jahr 2000 festigten wir unsere Wurzeln und kauften ein kleines Haus in Korscha (Chewsuretien). Da sich unser erster Sohn Hansi bereits anbahnte, beschlossen wir, Nägel mit Köpfen zu machen: Der 10. Juni 2000 wurde unser Hochzeitsdatum.

Was dann folgte, war eine logistische Meisterleistung für eine echte georgische Supra. Teonas Vater Buchuti, Onkel Simoni und viele Verwandte reisten Tage vorher an, um das Fest für 100 georgische und deutsche Gäste vorzubereiten. Ein Kalb, eine Ziege, Spanferkel, Gänse und Unmengen an kachetischem Wein wurden organisiert. Ein Bus aus Rustawi brachte die Musikkapelle und die Gäste in die Berge.

Besonders stolz bin ich auf die Wahl unseres Teams: Mein ehemaliger Schuldirektor Giwi Mumladze übernahm die wichtige Rolle des Tamada. Und am Steuer unseres Brautwagens saß mein enger Freund David Sopromadze – der Mann, der bis heute das Herzstück von Kaukasus-Reisen ist.

Dschwari: Unser heiliger Ankerpunkt

Da ich damals noch nicht georgisch-orthodox getauft war, wählten wir für den Segen einen besonderen Ort: Die Kreuzkirche Dschwari bei Mzcheta. Gemeinsam mit unseren Eltern entzündeten wir dort Kerzen – ein Moment, der uns bis heute prägt.

Dschwari Studie Hans Heiner Buhr 2025
Dschwari-Studie (2025). Die Kirche spielt in unserer Familiengeschichte eine zentrale Rolle – hier wurde 2001 auch unser Sohn Hans Peter getauft.

Dschwari ist für mich mehr als Architektur; es ist ein Ruhepol, den ich immer wieder besuche und den ich als Künstler leidenschaftlich gern in meinen Gemälden festhalte.

Ein chewsurisches Pferderennen als Überraschung

Die Hochzeit war eine Brücke zwischen den Welten. Aus Deutschland kamen meine Eltern und besten Freunde Volker, Jörg und Maurice. Aus Georgien waren meine engsten Kollegen der Schule 17 aus Rustawi und das halbe Dorf Korscha dabei.

Die größte Überraschung bereitete uns mein chewsurischer Freund Armazi: Er organisierte ein traditionelles Pferderennen. Sechs Kilometer vor dem Dorf wurde unsere Hochzeitskolonne von zwölf festlich geschmückten Reitern auf ihren rassigen Pferden empfangen und im Galopp ins Dorf begleitet. Ein Anblick, den keiner der Gäste je vergessen wird.

„In Korscha haben wir nicht nur geheiratet, sondern zwei Welten miteinander verbunden. Dass aus diesem Abenteuer eine so große Familie und so viele gemeinsame Wege durch den Kaukasus entstanden sind, ist mein größtes Glück. Dieses Video vom Juni 2000 bringt die vielen glücklichen Momente unserer Jugend zurück.“

— Teona Buhr

Ein Blick zurück: Unser Hochzeitsvideo (Jahr 2000)

Authentische Einblicke: Unsere Hochzeit in Korscha, Chewsuretien.

26 Jahre später: Deutsch-Georgische Liebe

Heute blicken wir auf 26 gemeinsame Jahre zurück, aus denen vier wunderbare Kinder hervorgegangen sind: Hans Peter, Niza, Saskia und Nikita. Es ist diese deutsch-georgische Liebe zum Kaukasus, die wir heute in jeder einzelnen Reise an unsere Gäste weitergeben.

Besuchen Sie uns im Kaukasus

Unsere Geschichte ist untrennbar mit der Landschaft und den Menschen Georgiens verbunden. Wenn Sie Lust haben, diese authentische Welt – abseits der ausgetretenen Pfade – selbst zu erleben, laden wir Sie herzlich ein, uns in Tbilissi oder in unserem Haus in Korscha zu besuchen.